News /

The Catch: Die Produzentinnen über Drehprobleme und Neubesetzungen der ersten Episode

In den USA lief die Serie bereits erfolgreich, nun erhält das aktuellste Projekt von Shondaland im November exklusiven Einzug in die deutsche TV Landschaft: Die Crime/Drama-Serie The Catch mit Mireille Enos und Peter Krause wird ab Herbst 2017 auf Universal Channel zu sehen sein.

Bevor die Serie in Amerika starten konnte, standen den Produzentinnen jedoch einige Probleme und Hürden bevor. Welche Probleme das waren, warum Enos und Krause die perfekte Besetzung für die Hauptrollen sind und wie es dem Show Runner Allan Heinberg gelang die Serie komplett neu zu erfinden erzählten Shonda Rhimes und Betsy Beers dem Magazin Variety in einem exklusiven Interview
 

Wie entstand die Idee für The Catch?

Betsy Beers: Ursprünglich kam uns die Idee durch Julie Anne Robinson, mit der wir zuvor schon viel gearbeitet haben und die für uns in der Vergangenheit bereits bei einigen TV-Folgen großartig Regie geführt hat. Sie kam mit der Idee, die zuvor von den Romanautorinnen Kate Atkinson und Helen Gregory entwickelt wurde. Wir waren begeistert, da der Inhalt sehr interessant, super faszinierend und fesselnd ist.

 

Warum war Mireille Enos die richtige Person für die Rolle?

Shonda Rhimes: Wir waren zuvor alle schon Fans von „The Killing“. Ich erinnere mich wie ich schon damals dachte, was für eine tolle Schauspielerin sie ist und sagte „Leute, sie ist so düster“. Wir haben sie getroffen und sie strahlte. Sie ist eine großartige Schauspielerin. Ihr Geist und ihre Energie sind fantastisch – ich finde sie sehr interessant.

Beers: Es ist wunderbar in ihrer Nähe zu sein. Sie hat die Essenz des Charakters sofort verstanden. Wie die Figur ihren Weg in die Welt geht – sie liebte die Idee und die Ungewissheit, "wem kann ich vertrauen?" Was passiert, wenn mich ein Vertrauter betrügt? Sie versetzte sich direkt in die Rolle hinein.

Rhimes: Sie ist zudem sehr schlau. Der investigative Teil der Idee war für sie sehr interessant. Sie ist eine smarte, neugierige Person.

Beers: Später haben wir herausgefunden, dass sie Martial Arts erlernt hat. Fast wurde sie sogar Stuntfrau. Sie ist ein Multitalent. Sie ist nicht nur eine großartige Schauspielerin und sehr intelligent, sie kann zudem noch in High Heels rennen, wie keine Zweite.

 

Führte sie ihre eigenen Stunts durch?

Beers: Sie war der Wahnsinn! In der gesamten Sequenz der Pilotfolge ist sie es selbst, die rennt. Und zwar so schnell, dass wir kaum mit ihr mithalten konnten.

 

Ihr habt beschlossen die Pilotfolge neu zu drehen. Was hat daran nicht funktioniert?

Rhimes: Ich würde nicht sagen, dass es nicht funktioniert hat. Die Umbesetzung des Casts war für uns aufregend. Es gibt immer Elemente in einer Pilotfolge die wiederholt gedreht werden müssen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es jemals eine solche gegeben hat, bei der wir nicht Teile erneut drehen mussten – sogar bei „Scandal“ nicht. Wir hatten die Gelegenheit die Rolle neu zu besetzen, den Charakter besser, größer und älter zu machen. Und als es schließlich möglich war Peter Krause zu gewinnen, bin ich vor Aufregung ausgeflippt. Ich bin ein bisschen besessen von ihm.

Beers: Sind wir alle.

Rhimes: Ich bin ein Krause Fan. Das war ein spannender Moment, denn es benötigte eine komplette Neugestaltung -  nicht nur von der Pilotfolge, sondern von der gesamten Serie. Wenn du einmal Peter Krause in der Besetzung hast, musst du für ihn schreiben.

Beers: Es hat die Richtung der gesamten Serie verändert.

 

Nachdem die ursprüngliche Schöpferin und Show Runner Jennifer Schuur die Show verlassen hat, ersetzte sie Allan Heinberg. Warum war er die richtige Wahl dafür?

Rhimes: Was uns sehr zu Gute kam war, dass es nicht viele Fragen darüber gab. Ich habe schon sehr viel mit ihm gearbeitet, denn er war bereits bei „Grey’s“ und „Scandal“ dabei. Außerdem wusste ich, dass es in Allans Privatleben eine ähnliche Situation gegeben hat wie in der Serie. Er sprach ausführlich darüber und es war sehr faszinierend. Und … Allan ist jemand bei dem ich weiß, dass er alles schafft. Er ist ein wahnsinnig guter Schriftsteller und unglaublich gut darin etwas umzusetzen.

 

Am Ende war die Show eine komplette Neuerfindung...

Rhimes: Ja, ich denke das war generell der einzige Weg für mich und Betsy, der einzige Weg den man einschlagen kann, um jemanden zu bitten so etwas zu übernehmen. Wie sonst kann man sich selbst in etwas einbringen und investieren? Ich weiß manche Leute schaffen das, allerdings funktioniert mein Kopf da anders. Somit war es sehr schön in der Lage zu sein für Allan den Weg komplett freizumachen, und ihm zu sagen, dass er loslegen kann.

Beers: Und ein Studio und Netzwerk zu haben, welches so offen und begeisterungsfähig für eine neue Interpretation ist.

 

Was war eure Reaktion zur überarbeiteten Show?

Beers: Oh mein Gott, es war so aufregend.

Rhimes: Ich war begeistert, weil Allan begeistert war. Das ist was uns wichtig ist. Wir machen nicht einfach nur Shows - wir machen nur, was uns selbst gut gefallen würde. Es gab einen Moment, in dem wir uns sagten: Eigentlich müssen wir das gar nicht tun. Wir müssen nicht das ganze Ding neu erfinden. Aber wir waren so mit Herzblut dabei, dass wir es doch taten. Ohne Allans Leidenschaft hätten wir es auch nicht geschafft!

 

Wer jetzt neugierig geworden ist und Lust auf die Serie der Star-Produzentinnen bekommen hat darf sich auf die deutsche TV-Premiere von The Catch ab dem 7. November auf Universal Channel freuen! 

Quelle: Variety


Tags: The Catch  


Kommentare